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Affiliate-Marketing für Blogger/innen: Grundlagen & Tipps!

Affiliate-Marketing für Blogger/innen: Grundlagen & Tipps!

Affiliate-Marketing für Blogger: Grundlagen und Tipps

Affiliate-Marketing für Blogger – was ist das überhaupt, warum ist es so attraktiv?

Affiliate-Marketing ist eine Möglichkeit, als Blogger/in Geld zu verdienen. Weitere Möglichkeiten sind bezahlte Beiträge und Bannerwerbung von Kooperationspartnern, Google-Werbung und eigene Produkte wie Online-Kurse oder 1:1-Coachings.

Wichtig: Ich beziehe mich in diesem Artikel ausdrücklich auf

  • Blogger:innen, die einen Blog aufgebaut haben und diesen nun monetarisieren wollen und
  • zukünftige Blogger:innen, die mit einem Blog starten wollen und Affiliate-Marketing als eine Möglichkeit zum Geld verdienen ins Auge fassen.

Was ist Affiliate-Marketing überhaupt?

Affiliate-Marketing für Blogger/innen bedeutet konkret: du schreibst über ein Produkt und hinterlegst einen sogenannten Affiliate-, Werbe- oder Promolink. Diese Links werden von den Anbietern oder von speziellen Plattformen zur Verfügung gestellt und erhalten deinen individuellen Tracking-Code bzw. deine Tracking-ID. So kann ganz genau nachverfolgt werden, dass jemand über deinen Link gekauft oder ihn angeklickt hat.

Influencer/innen arbeiten oft auch mit einem Promocode mit dem sie (nicht immer!) mitverdienen, das hast du sicher schon öfter gesehen, vor allem auf Instagram.

Wird dieser Link angeklickt (oder der Promocode verwendet) und das Produkt gekauft, bekommst du eine Provision.

Affiliate-Links können sehr dezent gesetzt werden, zum Beispiel als Buchempfehlungen am Ende eines Artikels.

Es gibt aber eigene Nischenseiten im Netz, die mit Werbelinks arbeiten und sich damit ein richtiges Affiliate-Business aufgebaut haben. Dabei handelt es sich oft um klassische Vergleichs- und Fachportale.

Ich persönlich setze Affiliate-Marketing als Bloggerin seit Oktober 2017 ein.

Im Jahr 2018 habe ich pro Monat durchschnittlich 23 Euro, ausschließlich mit dem Amazon-Partnerprogramm verdient. Diese Einnahmen haben sich ab Ende 2018 aufgrund von Änderungen im Programm drastisch verringert und ich habe mich mit weiteren Plattformen beschäftigt.

Es kamen weitere Plattformen dazu (vormals affili.net, heute Awin) und ich steigerte meine Einnahmen auf ca. 65 Euro im April 2019.

Den Durchbruch mit Affiliate-Marketing erzielte ich erst durch einen Onlinekurs, den ich im Mai 2019 machte. Dadurch habe ich meine Einnahmen innerhalb von 4 Monaten drastisch erhöhen können – nämlich auf fast bis zu 500 Euro monatlich!

Affiliate-Marketing für Blogger: Einnahmen 2019

Mittlerweile habe ich meine Affiliate-Strategie natürlich weiter entwickelt und stehe derzeit bei bis zu 1000 Euro monatlichen Affiliate-Einnahmen – obwohl ich kaum Arbeit damit habe und sehr unregelmäßig neue Blogartikel veröffentliche. Ich schreibe mittlerweile durchschnittlich einen neuen Blogbeitrag alle ein bis zwei Monate. Natürlich überarbeite ich die vorhandenen Artikel regelmäßig, ändere Formulierungen, Salestexte oder Affiliate-Links.

Den umfassenden Testbericht zum Onlinekurs und konkrete Zahlen findest du hier: Facebook Ads Anleitung 2.0 im Test (Achtung: Dieser Onlinekurs ist leider nicht mehr erhältlich. Ich teste derzeit eine Alternative von Finest Audience und werde bald darüber berichten!)

Affilate-Marketing für Blogger: Voraussetzungen

Damit du überhaupt einen Affiliate-Link verbreiten kannst, brauchst du natürlich einen Kanal.

Dazu eignet sich am besten deine eigene Website oder dein Blog.

Affiliate-Marketing funktioniert aber ohne Website auch über Facebook, Instagram oder Youtube, Messengerdienste und E-Mail.

Der Vorteil einer eigenen Website ist natürlich immer, dass diese dir gehört und sicherer als Social Media ist, da sie nicht von einem auf den anderen Tag gelöscht werden kann.

Mit Affiliate-Marketing verdienst du als Blogger/in nur richtig Geld, wenn du viele und/oder die richtigen Leute erreichst.

Was du also noch brauchst: Reichweite. Also viele (und die richtigen) Abos, Leser/innen bzw. Follower/innen.

Wie viel kannst du mit Affiliate-Marketing als Blogger verdienen?

Affiliate-Marketer sind auf Facebook und Insta meist Typen mit Laptop und hübscher Frau als Beiwerk am Strand oder im Pool, die von fünf bis sechstelligen Monatsumsätzen bei kaum bis wenig Arbeit schwärmen.

Du brauchst natürlich nur das 10.000-Euro-Seminar der Affiliate-Gurus buchen und schwimmst übermorgen in Millionen! 😉

Meine persönliche Erfahrung sieht da anders aus: Bevor ich mit Affiliate-Marketing Kohle gemacht habe – das Geld kommt erst jetzt automatisch rein – hat es erst einmal ein schönes Stück Aufbauarbeit gebraucht. Leider am Schreibtisch – nicht am Strand! 😉

Was ist konkret drinnen?

Im Schnitt kannst du bei jedem Verkauf, je nach Affiliate-Programm und Produkt zwischen 1 und 50 % des Verkaufspreises verdienen.

Dein Erfolg als Affiliate-Blogger hängt abgesehen von deiner Strategie und Reichweite von zwei Faktoren ab, nämlich

  • wie viele deiner Leser/innen oder User auf deinen Promolink klicken (Click-Through-Rate, CTR)
  • und wie viele von diesen Klicks dann letztlich kaufen (Conversion Rate)

Diese Faktoren sind höchst individuell, da es darauf ankommt, wie du dich positioniert hast, ob du die richtigen Leute erreichst und ob du ein Verkaufstalent bist.

Rechenbeispiel: Affiliate-Marketing für Blogger – Provision

Wie viel du als Blogger also mit Affiliate-Marketing verdienen kannst, möchte ich dir an einem einfachen Beispiel zeigen:

Du bist Bloggerin und schreibst einen Artikel über vegane Ernährung. Am Ende des Artikels empfiehlst du ein Buch, das du online gefunden hast und ganz hilfreich findest. Dieses Buch ist über Amazon zu beziehen und kostet 10 Euro. Du platzierst deinen Affiliate-Link in deinem Artikel.

Nun wird der Blogartikel 10.000 Mal aufgerufen.

Davon klicken 100 Leser/innen auf den Affiliate-Link. (Deine CTR liegt also bei 1 %.)

Von diesen 100 Leuten kaufen 2 das Buch. (Deine Conversion Rate ist demnach 2 %.)

Beim Amazon-Partnerprogramm bekommst du auf Bücher 6 % Provision. Kostet das Buch 25 Euro, sind es 1,50 Euro pro verkauftem Buch.

Du verdienst bei diesem Beispiel also insgesamt 3 Euro bei 10.000 Aufrufen.

Das ist natürlich viel zu wenig! In Wahrheit wirst du wahrscheinlich noch weniger bis gar nichts verdienen, da es zu so einer Masse an Aufrufen ja erst einmal kommen muss.

Und selbst wenn du viele Aufrufe hast, kann es sein, dass der Großteil davon am Buch überhaupt nicht interessiert ist und gar nicht erst auf den Link klickt.

Warum ist Affiliate-Marketing für Blogger/innen überhaupt  attraktiv?

Das klingt erst mal nach viel Aufwand und wenig Kohle, sodass du dich jetzt bestimmt fragst, wie Affiliate-Marketing für Blogger überhaupt lukrativ sein kann!

Das Geheimnis liegt in 3 Faktoren:

  1. Die richtige Blogstrategie – diese führt zu einer sehr guten Reichweite für deinen Blog und einer Zielgruppe, die sich wirklich für dein Thema interessiert. 
  2. Die Auswahl des passenden Produktes und des richtigen Partnerprogrammes.
  3. Optimierte Texte und Methoden, die deine CTR bzw. Conversion Rate erhöhen.

Greifen wir das Beispiel mit dem Buch wieder auf. Und stell dir vor, du machst jetzt alles ein bisschen besser.

Du machst eine Keywordanalyse und findest heraus, was die Leute im Internet so suchen (Suchintention). Anschließend schreibst du auf deinem Blog einen tollen Artikel zur veganen Ernährung, der genau den Nerv deiner Zielgruppe trifft.

Du findest ein E-Book auf einer anderen Affiliate-Plattform als Amazon, das perfekt zu deinem Artikel passt – weil ihn zum Beispiel super ergänzt oder fortsetzt.

Weil die Konditionen dort anders sind und es sich um ein E-Book handelt, bekommst du 50 % Provision (das ist bei digitalen Produkten nicht unüblich!) bei einem Verkaufspreis von 25 Euro.

Jetzt rechnen wir noch einmal nach:

Dein Blogartikel hat 10.000 Aufrufe.

Du bekommst pro Verkauf 12,50 Euro anstatt der 1,50 Euro aus dem vorigen Beispiel.

Deine CTR ist höher, da deine Buchempfehlung besser zu deinem Artikel passt und liegt bei 2 %. Das heißt, 200 Leute klicken auf den Link.

Auch die Conversion Rate ist höher, da das Buch wirklich Mehrwert liefert und gute Bewertungen hat und liegt nun bei 3,5 %.

Das heißt, 7 Leute kaufen das E-Book und du verdienst 87,50 Euro (12,5 * 7) statt wie im vorherigen Beispiel nur 3 Euro.

Dein Verdienst hat sich also schlagartig geändert!

Aus der Praxis: Wie viel verdiene ich mit meinen Blogs?

Mein Blog frauen-verstehen.com ist ein Affiliate-Blog, den ich strategisch ausgerichtet habe (und dennoch viel Liebe und Leidenschaft reinstecke, weil mir die Themen auch ein persönliches Anliegen sind.

Seit August 2019 verdiene ich nur mit diesem Blog alleine mehrere Hundert Euro monatlich. Über Digistore24 habe ich bisher fast 10.000 Euro an Provision erwirtschaftet (Stand Dezember 2022).

Das sind rund 250 Euro pro Monat über drei Jahre lang, für nur eine Plattform und einen meiner Blogs. Dazu kommen weitere Einnahmen über weitere Plattformen (wie z. B. Awin und Affiliate-Programme von diversen Onlinekurs-Anbietern) und auch mit meinen anderen Blogs mache ich Affiliate-Einnahmen.

Dashboard auf Digistore24: Einnahmen als Affiliate für einen Blog (Stand: Dezember 2022)

Affiliate-Marketing für Blogger/innen: Wie anfangen?

Bevor jetzt die Dollarzeichen in deinen Augen aufploppen und du wie wild Links setzt, analysiere bitte erst mal deinen Blog und beachte folgende Punkte:

  • Hast du eine passende Blogstrategie? Erreichst du mit deinem Blog die richtigen Leute und damit auch potenzielle Käufer/innen?
  • Hast du schon eine Community und ist deine Reichweite groß genug? Je mehr von den richtigen Leuten, umso besser natürlich! (Tipps: Reichweite für deinen Blog steigern)
  • Falls du schon Affiliate-Links eingebaut hast: Empfiehlst du die richtigen Produkte? Hast du diese auch selbst getestet oder bei Amazon einfach die Suchfunktion genutzt? Ist das Partnerprogramm das richtige für dieses Produkt? Gibt es vielleicht Alternativen, die dir höhere Provisionen bringen?
  • Kennzeichnung: Hast du deine Werbelinks gekennzeichnet? Das muss immer transparent sein!

Dass ich mit Affiliate-Marketing mit meinen Blogs mittlerweile ein stabiles passives Nebeneinkommen erziele, macht mich sehr glücklich. Es ist erleichternd und beruhigend zu wissen, das ein Teil des Geldes einfach automatisch reinkommt und möchte diesen Teil noch mindestens verdreifachen!

Wenn du bisher noch keine oder zu wenig Einnahmen mit deinem Blog erzielt hast, melde dich bei mir und ich helfe dir weiter. Hier findest du mein Angebot.

Was denkst du darüber?

11 Kommentare
  • Danke für deinen tollen Artikel. Ich bin zwar schon länger im Affiliate-Marketing tätig, konnte dennoch die ein oder andere neue Information für mich mitnehemen. Zwar bin ich noch mitten im Aufbau meines Online-Business, habe aber doch schon die ersten Euros verdient. Was ich damit sagen will: Afiliate Marketing funktioniert, man muss aber stetig dran bleiben!

  • Ich habe Schwierigkeiten den Unterschied von „normalen“ Blogbeiträgen für nur EIN Produkt und Affiliate Blogbeiträgen für verschiedene Produkte (Amazon) zu verstehen. Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Es gibt ja Blogs mit Tipps zum Beispiel und dann wieder „Blogs“ mit Preisvergleichen, wo man Produkte weiterempfiehlt, so wie ich das jetzt gerne machen würde. Wo ist hier die Linie oder der Unterschied? Hast du da einen Tipp?

    • Hallo Markus. Ich verstehe leider deine Frage nicht ganz, bzw. wofür genau du die Unterscheidung brauchst?

      Was ich allgemein dazu sagen kann:
      Bei Blogs ist es so, dass diese ja regelmäßig gelesen werden (sollen), das heißt, die Strategie besteht darin, gute Inhalte zu produzieren und Affiliate-Links „natürlich“ einfließen zu lassen. Die Leser/innen sollen immer wieder zurückkommen und lange am Blog bleiben. Blogs sind immer persönlich, auch dann, wenn es nicht um das Leben des Bloggers oder der Bloggerin geht (sog. Influencer-Strategie).

      Preisvergleichsseiten arbeiten da anders. Wer sich auf solchen Seiten umsieht, hat schon eine ganz konkrete Kaufabsicht und ist schon „warm“ – da geht es eher darum, ihr/ihm die beste Übersicht zu geben und dass die Leute schnell kaufen. Das zielt nicht darauf ab, dass die Leserschaft lange bei der Stange gehalten wird. Außer vielleicht Schnäppchenjäger, die das machen. Preisvergleichsseiten sind ja auch keine „richtigen“ Blogs im herkömmlichen Sinne, sondern es handelt sich dabei um Nischenseiten oder Affiliate-Seiten.

      Beantwortet das deine Frage?

    • Hallo Melanie, danke für den Kommentar und das Lob.

      Also ich nutze viele verschiedene Plattformen: Digistore24, Awin, Elopage, Amazon, Webgains, Techsmith … Und manchmal haben Firmen oder Unternehmer/innen auch eigene Programme.

      Ich suche nicht auf Plattformen nach möglichen Partnerprogrammen sondern schaue umgekehrt, ob es für Produkte oder Kurse, die ich ohnehin schon empfehle, ein Partnerprogramm gibt. 🙂

  • Hey, habe deinen Artikel über Affiliate Marketing gelesen. Ich stimme dem nur zu, dass man zuerst eine Aufbauarbeit machen muss. Dies passiert aber wie du sagst nicht am Strand sondern knall hart am PC. Man muss das System von Affiliate Marketing auch verstehen.

    Affiliate heisst soviel wie „Empfehlung“ also nicht einfach aufschwatzen.
    Zudem kommt dann noch das Problem des Traffics dazu. Traffic ist der Benzin für jede Landingpage. Ohne gibt es auch keinen Verkauf.

    Gerade gestern ist mir dieser Artikel in die Hände geraten der noch genauer auf die Traffic Problematik hinweist. Ich habe ihn unten einmal verlinkt.

    Mach weiter so.
    Gruss
    Ingolf

    • Hallo Ingolf, diese Art von Links gebe ich nicht frei. Von dem abgesehen, hast du gar keinen passenden Artikel verlinkt, sondern eine Seite, die zu unzähligen Onlinekursen führt.

Ines Fritz