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Fakes, Bots & Gurus erkennen: So wirst du im Netz betrogen!

Fakes, Bots & Gurus erkennen: So wirst du im Netz betrogen!

Fakes im Netz erkennen und Betrug vorbeugen

Das Netz ist voller Fakes. Da ein Gewinnspiel auf Facebook, bei dem du ein Batzen-Auto gewinnen kannst.

Dort ein Botkommentar auf Instagram, der dich auf die Seite eines “Influencers” locken will.

Und nicht zu vergessen die Gurus und Expertinnen, die dir Umsätze in Millionenhöhe versprechen, mit nur wenigen Stunden Arbeit pro Woche!

Und leider gibt es noch viel zu viele Leute, die diesen Bots und Gurus auf den Leim gehen.

Was haben die denn davon?

Die Gründe, warum versucht wird, dich im Netz über den Tisch zu ziehen, sind vielfältig.

Ein Hauptgrund ist, deine Daten zu sammeln und diese später zu verkaufen.

In anderen Fällen geht’s um deine Aufmerksamkeit. Und die Hoffnung, dass du zum Follower wirst oder eine Leistung buchst.

Die Coaches und Gurus wollen einfach nur schnell die eigene Tasche füllen. Mit einem Batzen von deinem Geld!

Fakes erkennen, um Gefahren vorzubeugen!

Wenn du naiv durchs Netz surfst und dich überall anmeldest, wo nur ein Popup aufploppt, kann das verhängnisvolle Folgen haben.

Wenn Datensammler unterwegs sind, wirst du danach auch kontaktiert und das kann unheimlich nerven!

Ich kenne Leute, die ihr Mail-Account löschen mussten, weil sie von hunderten Mails täglich zugespamt worden sind.

Doch es geht noch schlimmer: Du holst dir einen Virus aufs Gerät. Oder wirst abgezockt, weil du blauäugig deine Kontoverbindung bekannt gegeben hast.

Denk also nach, bevor du Beiträge teilst, deren Quelle du nicht kennst. Eine gute Seite, die ständig Fake-Meldungen entlarvt, ist übrigens Mimikama. Zuerst denken – dann klicken. Eine Seite, die sich gegen Internetmissbrauch einsetzt.

Wenn du findest, dass das Thema in der Schule deiner Kinder, in deinem Verein oder in deinem Unternehmen behandelt werden sollte, kannst du mich gerne für einen dementsprechenden Vortrag buchen! – Workshops & Vorträge

Das sind die gängigsten Maschen:

Phishing-Mails

Der Klassiker!

Du bekommst ein E-Mail von “deiner Bank”, in dem du aufgefordert wirst, deine Daten anzugeben. Meist mit der Drohung, dass das Konto andernfalls gesperrt wird.

Keine Bank wird dich jemals per Mail auffordern, deine Daten bekannt zu geben!

Was tun: Nicht öffnen, keine Anhänge öffnen, keinen Links folgen. Niemals deine Kontodaten, vor allem keine Tan-Codes oder Passwörter online bekannt geben.

Kontaktiere bitte auch deine Bank, damit sie andere Kundinnen und Kunden warnen können.

Kettenbriefe

Hast du schon einmal einen Kettenbrief auf Whatsapp bekommen?

Ich meine jetzt nicht die netten, in denen Engel oder Schnecken um die Welt geschickt werden.

Sondern die Kettenbriefe, in denen steht dass Whatsapp auf deinem Handy gelöscht wird, wenn du nicht handelst. Oder du dafür zahlen muss, wenn du diese  Nachricht nicht an alle deine Freunde weiterschickst.

Auf Facebook gibt es ein ähnliches Phänomen: Bilder von Babies auf der Intensivstation werden herumgeschickt. Und Facebook spendet für jedes Mal Teilen einen Euro.

Auch das ist kompletter Humbug!

Was tun: Ignorieren. Mach deine Freunde drauf aufmerksam, dass sie dir so einen Schrott nicht mehr senden oder teilen sollen.

Gewinnspiele auf Facebook

Wir verlosen einen Neuwagen! Ein Küchengerät! Ein Tiny House!

Mein Lieblingsaufreger. Weil immer wieder Leute aus meiner Facebook-Freundesliste diese Gewinnspiele teilen und scheinbar sehr resistent gegen Aufklärung sind.

Lass dich nicht verarschen. Sorry, aber kein Schwein schenkt dir ein Küchengerät um über tausend Euro oder gar einen Neuwagen einfach so.

Letztens habe ich einen Beitrag gesehen, in dem man das Alter der Kinder kommentieren sollte. Unter solche Gewinnspiele zu posten, wie alt die Kinder sind und sogar Fotos zu hinterlassen, halte ich für sehr, sehr grenzwertig. Bitte Eltern, schaltet das Hirn ein!

Was tun: Wenn du ein Gewinnspiel siehst, schau dir erst einmal die Fanpage an. Gibt es ein Impressum? Was steht im Infobereich? Steckt da eine seriöse Firma dahinter? Wenn die Seite erst 3 Tage existiert, sollten deine Alarmglocken ohnehin schrillen.

Melde die Seite. Und mach deine Freunde, die das Gewinnspiel geteilt haben, darauf aufmerksam, dass es sich um einen Fake handelt.

Erneute Freundschaftsanfragen von Freunden auf Facebook

Die Masche: Ein Facebook-Profil wird 1:1 nachgebaut und mit Fotos und Inhalten des Originals befüllt. Dann schickt der Betrüger Freundschaftsanfragen aus. Es folgt die Nachricht, man sei in einer Notlage und braucht dringend Geld. Das Opfer soll einen bestimmten Betrag überweisen.

Was tun: Wenn du eine doppelte Freundschaftsanfrage bekommst, kontaktiere die betroffene Person. Diese soll das nachgebaute Account dann melden – du ebenso. Bearbeite deine Privatsphäre und stelle vor allem deine Friendslist auf privat.

Bezahlen für die Liebe und Sex-Erpressung

Du wirst als Mann von einer fremden Frau auf Facebook angeschrieben. Ihr chattet, ihr flirtet, es wird heiß. Sie schlägt vor, auf Skype umzusteigen und will mehr von dir sehen.

Da sich dein Blut mittlerweile in den unteren Regionen befindet, bist du sehr erfreut und kooperierst. Und dann das böse Erwachen! Die Dame erklärt dir, dass sie deine Aktion aufgezeichnet hat und erpresst dich.

Was tun: Nicht zahlen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Wenn Fotos oder Videos bereits hochgeladen wurde, wende dich an die Seitenbetreiber.

Wenn du mich fragst, verschicke niemals Videos oder Bilder, auf denen du nackt bist oder sexuelle Handlungen an dir vornimmst.

Auch nicht bei Messengerdiensten, wenn sich das Material selbst zerstört, wie Snapchat.

Und auch nicht, wenn du der Person vertraust. Das Internet vergisst nicht!

Kläre bitte auch deine Kinder auf!

Botkommentare auf Instagram

“Hey, welche Ziele möchtest du noch erreichen?”, “Schönes Profil!”, “Super Bild!” – Solche Botkommentare hagelt es auf Instagram, wenn du diverse Hashtags verwendest.

Die Kommentierenden sind meistens Coaches oder Berater/innen, die dich auf ihre Seite oder ihr Angebot aufmerksam machen wollen. Oft verwenden sie Tools, die automatisches Kommentieren ermöglichen.

Nicht gefährlich, aber ich finde es ungalublich nervig.

Was tun: Ignorieren. Ich persönlich melde diese Personen auch als Spam. Dann werden sie auch automatisch blockiert und der Kommentar entfernt.

Bitte verwende keine Bots für Instagram. Das ist nicht erlaubt und im schlimmsten Fall wird dein Account gesperrt.

10.000 Follower aber keine Interaktion

Kennst du die tollen Leute, die irre viel Follower haben aber irgendwie jucken ihre Beiträge niemanden? Entweder gibt es unter ihren Beiträgen gar keine Kommentare oder eine Fülle an Bots.

Was tun? Ignorieren. Sie richten keinen Schaden an, sondern sind einfach nur unglaubwürdig.

Für Unternehmen allerdings relevant: Dass du von solchen Personen nichts kaufen und mit ihnen keine Kooperationen eingehen solltest, liegt glaube ich auf der Hand.

“Ich zeige dir, wie du mit Leichtigkeit fünf- oder sechsstellige Monatsumsätze machst …”

… und du zahlst nur 20.000 Euro für mein Coaching!

Funktioniert das? Ja, das funktioniert! Und das auch ganz legal!

Diese Coaches zeigen in ihren Coachings anderen zukünftigen Coaches, wie man Leute um 20.000 Euro coacht.

Und das ist schon der ganze Zauber.

Die ganz großen Verkäufer/innen verdienen sich dumm und dämlich. Kundinnen und Kunden nehmen teilweise Kredite auf und überschulden sich. Und schaffen es nie, erfolgreich zu werden.

Die Coachingbranche muss man unbedingt differenziert sehen. Ich bin die letzte, die nicht (eine große Summe) Geld in ein gutes Coaching investieren würde.

Doch nur bei absoluten Profis, die wirklich Ahnung von der Materie haben!

Und leider gibt es auch kleinere Fische, die ihren Erfolg einfach faken und hoffen, damit reich zu werden.

Als ich letztens den Firmensitz einer “Selfmade-Millionärin” googelte, fand ich über den Google Maps heraus, dass die Dame im Plattenbau wohnt. So bescheiden, die Millionärinnen heutzutage!

Niemals würde ich mir von einem Armen erzählen lassen, wie man reich wird!

Was tun: Google den Coach oder die Beraterin doch einfach mal! Wie sieht der Webauftritt aus? Werde stutzig, wenn jemand seines Zeichens Millionär ist und sich nicht einmal eine ordentliche Website leisten kann.

Gibt’s Belege über die Expertise, Medienberichterstattung oder Interviews? Gibt es Referenzen außer ein paar Kundenstimmen, die möglicherweise gefälscht sind?

In Österreich ist übrigens die Eintragung ins Firmenbuch Pflicht, wenn du Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaftest. Das ist kein eindeutiges Indiz, da man sich auch freiwillig eintragen lassen kann!

Hast du dich schon übern Tisch ziehen lassen?

Raus mit deinen Erfahrungen! Welche Maschen kennst du noch? Bist du schon mal jemanden auf den Leim gegangen? Hinterlass doch einen Kommentar – gerne anonym!

Beitragsbild: Pexels/rawpixel.com

Was denkst du darüber?

Ines Fritz